Beim 1. Sommerturnier des Pfälzischer Sportschützenbund e.V. in Obermoschel warteten auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wirklich besondere Bedingungen. Die Sonne brannte vom Himmel und der Hartplatz fühlte sich zeitweise wie ein Backofen an. Umso bemerkenswerter, dass Olivia und Emilia über zwei Durchgänge hinweg konzentriert blieben und den Wettkampf mit viel Spaß und Einsatz absolvierten.

Für den BogenSport Bietigheim gingen Olivia Morello und Emilia Morello an den Start.

Emilia mit viel Freude und starken Pfeilen
Emilia ging mit einem guten Gefühl in den Wettkampf und hatte vor allem eines: Spaß am Schießen. Das ist gerade bei solchen Bedingungen eine wichtige Grundlage.

Mit 281 Ringen im ersten Durchgang zeigte sie direkt, was sie aktuell leisten kann. Auch im zweiten Durchgang waren wieder viele richtig gute Pfeile dabei. Insgesamt erzielte Emilia zunächst 537 Ringe.
Besonders schön war zu sehen, dass sie immer wieder sehr starke Pfeile schießen konnte. Die Aufgabe für die nächsten Trainingseinheiten ist daher eigentlich eine positive: Diese guten Pfeile sollen immer häufiger zu einer konstanten Leistung zusammenwachsen. Die Grundlage dafür ist bereits da.

Olivia bestätigt ihre gute Entwicklung
Auch Olivia zeigte einen starken Wettkampf. Im ersten Durchgang erzielte sie 289 Ringe, anschließend folgten weitere 280 Ringe. Mit insgesamt 569 Ringen erreichte sie den 3. Platz.

Auch bei Olivia waren viele richtig starke Pfeile dabei. Teilweise folgten auf vier oder fünf sehr gute Pfeile noch ein einzelner Ausreißer. Genau hier liegt gleichzeitig die nächste Entwicklungsmöglichkeit: Die starken Pfeile sind da – jetzt geht es darum, sie noch konstanter über die gesamte Passe und den gesamten Wettkampf abzurufen.
Das ist eine Aufgabe, an der Olivia gemeinsam mit ihrem Trainer weiterarbeiten wird.
Eine wichtige Wettkampferfahrung für Emilia
Da es zu wenige Starter in der männlichen Jugend gab, wurden Jungen und Mädchen gemeinsam gewertet.
Bei Emilia gab es nach dem Wettkampf noch eine besondere Erfahrung: Sie entdeckte einen Rechenfehler von 10 Ringen bei der Übertragung zwischen Passe 2 und Passe 3. Der Fehler konnte vom Kampfrichter auf dem Schießzettel noch korrigiert werden, allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Einspruchsfrist bereits abgelaufen.
Mit der korrekten Wertung wäre Emilia auf 547 Ringe gekommen und damit ringgleich mit der Viertplatzierten gewesen. Durch ihre zwei zusätzlichen X hätte sie sogar den 4. Platz erreicht.
Natürlich wäre das ein schönes Ergebnis gewesen – aber viel wichtiger ist die Erfahrung, die Emilia daraus mitnehmen kann:
Beim nächsten Wettkampf wird der Schießzettel noch einmal ganz genau kontrolliert – insbesondere die Summen und die Übertragung der Passen.
Auch solche Situationen gehören zum Wettkampfsport und machen einen als Schützin und Schütze mit der Zeit immer sicherer.
Zwei junge Schützinnen, viele gute Pfeile und eine klare Richtung
Das Turnier hat gezeigt, dass beide auf einem guten Weg sind. Olivia konnte mit 569 Ringen den 3. Platz erreichen, Emilia zeigte mit 281 Ringen im ersten Durchgang eine starke Leistung und sammelte gleichzeitig wichtige Wettkampferfahrung.
Und vor allem: Beide hatten Spaß am Wettkampf.
Die nächsten Ziele sind deshalb keine Kritikpunkte, sondern neue Herausforderungen: Die vielen guten Pfeile sollen noch konstanter werden, die Ausreißer immer seltener und das Vertrauen in die eigene Leistung weiter wachsen.
Gerade solche Turniere unter schwierigen Bedingungen bringen die Jugend weiter. Jeder Wettkampf ist eine neue Erfahrung, aus jedem Pfeil kann man etwas lernen – und jeder gute Pfeil zeigt, was möglich ist.
Weiter so, Olivia und Emilia!